Neben mir (2012)

Er begleitet uns, wir bekleiden ihn, er verändert sich und wir verändern ihn – unser Körper. Unser Außen. Vor Allen und immerzu präsent. Zwischen Kind sein und Erwachsen werden realisieren wir diese soziale Bedeutung unseres Körpers, erleben bewusst seine Veränderungen, beginnen ihn als Abbildungsfläche zu nutzen. Eine lebenslange Prüfung. Auf der Suche nach einem Platz in der Welt gewinnen mediale und individuelle Vorbilder an Bedeutung. So verschönern, trainieren, präsentieren oder verstecken wir unseren Körper. Überprüfen seine Leistungsfähigkeit, testen seine Grenzen, vernachlässigen oder überfordern ihn und damit auch uns. Denn was sich sprachlich trennen lässt, ist in Wirklichkeit eins. Wir, das ist immer auch er, unser Körper.

 

Autor: Texte von Hannah Biedermann und Ensemble, sowie Szenen von Azar Mortazavi
Spiel:
Veronika Bachfischer, Michel Brandt, Sebastian Reich, Ralf Wegner
Regie: Hannah Biedermann
Dramaturgie: Ulrike Stöck
Bühne und Kostüm: Brigit Kofmel
Theaterpädagogik: Anne Britting
Zielgruppe: ab 13 Jahren
Spieldauer: 85 Minuten
Uraufführung: 01.12.2012

 

Pressestimmen:

„…Die gelungene Mischung der sehenswerten Inszenierung von (teils erschütternden) Statistiken und persönlichen Erfahrungen gelingt vo allem dank der starken Schauspieler, die den manchmal schmalen Grad zwischen Komik und Ernst hervorragend meistern…“ Zur vollständigen Pressekritik

„…Es zeigt sich, dass klassische Vorstellungen hierzu in den Köpfen vorherrschen. Und auf der Bühne werden diese (auf-)gebrochen. Die traurige und zugleich lächerliche Komponente, die Rollenvorstellungen haben, werden von den vieren deutlich gemacht…Poetische Momente entstehen..Daneben kommt die Komik nicht zu kurz…“ Zur vollständigen Pressekritik

„..Um den Körper und die Selbstbilder ging es in diesem Stück für Jugendliche ab 13 Jahren und vieles gelang bemerkenswert, schnell schlug der Spaß an den Sprüchen der Eltern in Ernst um, immer weider wurde man dazu gebracht, über sich selbst nachzudenken…Auch der Trick der Regiesseurin hannah Biedermann, Männer die Mädchenrollen spielen, sich schminken und Röcke anziehen zu lassen, stieß weiteres Nachdenken an…“ Zur vollständigen Pressekritik

„…Inszeniert als eine meist gelungene Mischung aus Spaß und Ernst, witzigen und nachdenklichen Szenen…“ Zur vollständigen Pressekritik