Die rote Zora (2017)

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Rebellisch, stolz und selbstbewusst ist sie, die rote Zora, freiheitsliebend und wild. Als Anführerin haust sie mit ihrer Bande in einer verlassenen Burg oberhalb der Stadt. Die Gruppe von Jugendlichen, elternlos und auf sich selbst gestellt, lebt dort scheinbar glücklich, frei und selbstbestimmt in den Tag hinein, aber eigentlich fehlt es ihnen doch an Vielem: mit Diebstählen und kleinen Gaunereien versorgen sie sich gerade mal mit dem Notwendigsten. Gemeinsam schlagen sie sich durchs Leben und halten auch in Hunger und Not fest zusammen. So sind sie zwar arm, aber frei von alltäglichen Zwängen, wild und anarchisch ist ihre Lebensform, ihr einziges Gebot: die Solidarität untereinander. Eine Utopie? Nichts kann ihre Kameradschaft erschüttern – bis die Bürger des Küstenstädtchens sich dazu entschließen, dem wilden Treiben ein Ende zu setzen und Zora und ihre Bande hinter Gitter zu bringen.

Seit seinem Erscheinen im Jahr 1941 ist Kurt Helds trauriger, wilder und einfach nur wunderschöner Roman »Die Rote Zora und ihre Bande« ein Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur. Er schildert die Nöte obdachloser Kinder und ist zugleich ein Plädoyer für die Freundschaft und Freiheit. »Die Rote Zora« ist eine leidenschaftliche Abenteuergeschichte über ein starkes Mädchen.

Ein Interview mit mir über „Die rote Zora“

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zora3zora4Regie: Hannah Biedermann
Autor: Kurt Held
Fassung: Hannah Biedermann
Ausstattung: Mascha Mihoa Bischoff
Musik: Matthias Meyer
Dramaturgie: Therasa Gburek
Mit: Benjamin Dami, Benjamin Kneser, Michael Amelung, Paula Gendrisch
Spieldauer: 70 Minuten
Anzahl der Mitwirkenden: 3H, 1D
Zielgruppe:  ab 10 Jahren
Premiere: 04.03.2017

Pressestimmen:

„Hannah Biedermann macht daraus ein Theaterereignis.(…)Was für eine Bühne! Was für ein Kraftakt für (die Schauspieler*innen…). Hinreißend wie sie rasend schnelle Umzüge bewältigen… Beeindruckend das Maskenspiel…Actionreich die wilde Tragkerl-Hatz. Herzergreifend die Unbehaustheit der Kinder. Dazu die Soundmaschine, das chorische Sprechen, die anmutig choreografierten Szenen zu Wasser und zu Land…Eine Aufforderung zum Weiterdenken. Und zum Denken gibt es jede Menge.“
Donaukurier, 6.3.2017 –  hier zur vollständigen Kritik

„…Für Kinder ab 10 ist diese Lehrstunde über die Basics sozialer Gerechtigkeit durchaus ein Denkanstoss, die Mechanismen und den Wertekanon der Konsum- und Wohlstandsgesellschaft zu durchdenken.
Ein politisches Lehrstück mit vollem Einsatz an Schauspieler-Animation!…“
Kulturkanal-Ingolstadt, 7.3.2017
http://www.kulturkanal-ingolstadt.de/Podcast/P20170306/Die-Rote-Zora-Lehrstuck-uber-soziale-Ungerechtigkeit

„…Viel Phantasie (…) wird den Zuschauern abgefordert. (…)
Aufmerksamkeit bedarf das Pendeln in den Texten von der ersten in die dritte Person. Belebend und amüsant ist der rasche Wechsel der Rollen in Kostümen und Masken. Matthias Meyers Elektronik-Musik setzt stimmungsvolle Akzente. Und, auch dies ein verfremdendes Element, gleichzeitig den Spielfluss erleichternd: Die Darsteller tragen das Steuerungsgerät für den Ton herum, ein Midikeyboard, und schalten damit per Funk die Einspielungen frei. (…)
Alles in allem eine interessante Herausforderung für jugendliche Zuschauer. Bei der Premiere gab starken Applaus.“
Augsburger Allgemeine, 6.3.2017

„…Das Tolle an Zora ist aber, dass sie einerseits zwar die starke Anführerin ist, aber dies selten beweisen muss. Weder dadurch, etwas besser zu machen als die anderen (was in unserer heutigen Welt bei Frauen in Führungspositionen ja häufig ihre einzige Legitimation ist), noch durch Gewalt oder Unterdrückung. Die Rote Zora ist einfach, wer sie ist. Und das reicht…“
donaukurier.de – Zora Interview, 28.02.2017