Müll. Ein Making – of (2015)

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Schrott Mist Ramsch Dreck Kehricht Abfall Unrat – Müll! Viele Worte für das, was wir loswerden wollen und deshalb wegschmeißen. Aber was ist das überhaupt, Müll? Was macht Müll zu Müll? Wann hört eine Sache auf, etwas Wertvolles zu sein? Und was passiert mit den Sachen, die im Mülleimer gelandet sind? Eine Schauspielerin, zwei Schauspieler und ein Musiker haben recherchiert. Sie haben riskante Selbstversuche unternommen, sind mit der Müllabfuhr mitgefahren, haben Spezialisten getroffen, Methangas aus Biomüll erzeugt – und ihren Müll geordnet. Von ihrer abenteuerlichen Reise bringen sie Geschichten mit. Sie erzählen von ihren Erlebnissen. Sie zeigen, wie das mit dem Müll funktioniert. Sie decken Zusammenhänge und Widersprüche auf.
Sie stellen Fragen zu einem lokalen Problem mit globalen Ausmaßen und versuchen einige Antworten darauf, was der Müll mit uns Menschen macht. Und auch dazu, was wir mit der Welt machen.

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Konzept und Regie: Hannah Biedermann
Text: Hannah Biedermann und Ensemble
Ausstattung: Hanne Lauch
Musik: Johannes Birlinger
Dramaturgie: Henrik Adler
Mit: Johannes Birlinger, Jens Modalski, Kilian Ponert, Vanessa Stern
Spieldauer: 90 Minuten
Anzahl der Mitwirkenden: 2H, 1D, 1M

Zielgruppe:  ab 9 Jahren

Uraufführung: 07.10.2015

 

 

Pressestimmen:
„…Die Energie bleibt enorm hoch in diesem Stück, das keine durchgehende Handlung hat und im Grunde eine Performance ist. Der Zeigefinger wird nicht erhoben, sondern deutet bei allem Spaß auf Hersteller von Verpackungen und Energiefressern…Vieles wird selbstironisch-trotzig vorgetragen – für seinen individuellen Lebensstil rechtfertigt man sich ungern. Damit kann sich jeder identifizieren. Gleichzeitig wird die Beschränktheit dessen klar, und so befördert das Stück Einsichten, ohne moralisch zu wirken. Völlig überraschend für ein Umweltstück, ist es ausgesprochen sinnlich, laut und farbenprächtig…“ Junge Welt, 14.10.2015

„…Es ist vieles überspitzt, was hier dem jungen Publikum aufgetischt wird, aber bei weitem kein Unsinn. Öko-Theater als dröges Volkshochschul-Lehrstück? Grips bewahre! (…) Von der Versteigerung von Müll-Kunst bis zur hl. Messe des Kunststoffes reicht ihr schier unerschöpflicher Einfallsreichtum (…) „Müll. Ein Making-of“ ist keine gewöhnliche Grips-Produktion, der ein Stücktext zugrunde liegt, welcher mit Mitteln der Regie aufbereitet wird unter spezifischen dramaturgischen Gesichtspunkten. Sondern ein spannendes Stück mit so experimentier- wie spielfreudigen Darstellern und einer enormen Vielfalt künstlerischer Mittel, die weit über das Grips-Normalmaß hinaus geht…“ Sonntagsnachrichten-Herne

„…Allzu einfache Antworten ließ das Ensemble nicht gelten: In der Vorbereitung sammelten und sezierten die Darsteller wochenlang ihren eigenen Abfall, fuhren mit dem Müllauto mit, besichtigten eine Verbrennungsanlage, einen Wertstoffhof, eine Recyclingfabrik. Darüber kommen sie mit den Kindern ins Gespräch. „Wir wollen nicht die Weltrettung behaupten, sondern zum Begreifen anregen,“ sagt Biedermann…“
Greenpeace_Magazin, Ausgabe 2.16

„…Manchmal nur beiläufig, aber manchmal auch laut Fragen stellen wie in der Szene am Grill, gleich zu Beginn des Stücks: Was das überhaupt ist, Müll. Wann eine Sache aufhört, etwas Wertvolles zu sein. Was damit passiert. Und ob es ein richtiges Leben im falschen gibt. Es sind die Antworten auf Fragen wie diese, von denen uns nicht alle gefallen werden…“
Trenntmagazin Berlin, Ausgabe Herbst  15